Chronik der Fa. G.F. Ulex Nachfolger / Neuhaus

 

 

 

 

 

 

 

 

Broschüre zum Jubiläum 200 Jahre

G.F. Ulex Nachfolger, Neuhaus

aus dem Heimatmuseum

200 Jahre G.F. Ulex Nachfolger

Firmen und Familiengeschichte in Neuhaus (Oste)

(Aus der Broschüre zum Firmenjubiläum des Spirituosenherstellers von 1995)

Zweihundert Jahre Firmengeschichte sind zugleich zweihundert Jahre Familiengeschichte; nach allgemeingültiger Zeitzählung umfaßt dieser Zeitraum acht Generationen.Die Menschen, die diese Firma betrieben, mußten sich ständig neu auf die Anforderungen der Zeit einstellen.

So begann sechs Jahre nach Gründung der Firma die Napoleonische Zeit mit Besetzung und späterer Einverleibung in das französische Kaiserreich und Kontinentalsperre. Der Verlust vieler junger Männer, auch aus unserer Gegend, bei Napoleons Rußlandfeldzug 1812 war die Folge. »Befreit« wurde unsere Gegend durch russische Truppen, die hier so gehaust haben, daß man sich beinahe Napoleon zurückwünschte.

So gab es viele schlechte und gute Zeiten bis hin zum Wirtschaftswunder und der Wiedervereinigung der Bundesrepublik.

Und nun zu den Anfängen.

Die frühesten Nachrichten stammen aus Oberndorf. Dort wohnte Lorenz Ulex (geb. 1667, gest. 6.05.1709) Kröger, Brauer, Herbergier und Köter (Besitzer eines Hauses oder Kate). Ab 1750 taucht der Name Ulex auch in den Neuhäuser Ortschaften und Schriften auf.

Es entwickelten sich 2 Firmen, Ulex Söhne und Ulex Nachfolger Die Firma Ulex Söhne war in der Deichstraße auf dem Deich ansässig. Als Bürgermeister unterzeichnete M. (Marten) Ulex am 10. Mart (März) 1781 ein Gemeindeprotokoll über die Verpachtung der Hafenhalbinsel in Neuhaus. Marten Ulex war von 1781 bis 1792 Bürgermeister in Neuhaus. Ab 1798 ist ein M. (Marten?) Ulex im Gemeinderat in Neuhaus. Die Anlage und Verbesserung des Neuhäuser Hafens hatte die Familie Ulex schon sehr früh interessiert.

1754 ist wahrscheinlich in Neuhaus ein Hafenkran erbaut worden. Er hat vermutlich ausgesehen wie die Kräne in Stade oder Lüneburg. 1791 drängen die Kaufleute Ulex und Ahrens darauf, daß der Kran und das Bollwerk wieder instandgesetzt werden. Die französische Zeit scheint das Projekt zum Stillstand gebracht zu haben. Es scheint so, als ob in diesem Fall W. Ulex & Söhne die Anlage auf eigene Kosten wieder instandgesetzt haben. Sie durften ab 1817 Gebühren dafür erheben. Die Familie Ulex gibt ca. 1830 den Kran an die Gemeinde ab, gegen freie Benutzung des Krans und der Hafenwege.

Ein Schiffahrtsprojekt ist leider nicht ausgeführt worden. 1788 ist vom Königreich Hannover ein Schiffbauförderungsprogramm aufgelegt worden. Es sollten auch Neubauprämien vergeben werden. Die Kaufleute Ahrens & Ulex in Neuhaus planten damals die Ausrüstung eines Schiffes auf den Walfischfang und suchten nach Teilnehmern und Aktienzeichnern; das Commerzkolleg ermunterte sie zu diesem Unternehmen noch durch weit über die Verordnung von 1788 hinausgehende Versprechungen. Aber mit solchen allein, konnte man Schiffbau und Reederei nicht ins Leben rufen. Wie Ahrens & Ulex klagten, fehlte es an einem geschickten Schiffszimmermeister, an geeigneter Werft, an Holz und Baumaterialien. Das mußte alles erst verschrieben werden, und die teuren Preise schreckten die Unternehmer ab. Dabei blieb es dann. Über weitere Schiffahrtsprojekte später.

1795 ist das Gründungsjahr der Firma G.E Ulex Nachfolger Ein Gründungsdokument oder eine schriftliche Nachricht darüber gibt es nicht. Um 1850 taucht diese Firmenbezeichnung auf. Vermutlich ist sie von Adolph Bernhard Cronemeyer eingeführt worden. Er wird dieses Datum wahrscheinlich durch mündliche Überlieferung erfahren haben. Die ersten Inhaber der Firma waren nur an Hand des Ulex‘schen Stammbaums zu ermitteln. Der Firmengründer war Lorenz Ulex, geb. 22.05.1741, gest. 22.04~.1820. Er wird als Goldschmied in Neuhaus erwähnt. Er war mit Charlotte Luise Zarnow verheiratet. Sie hatten zwei Töchter und einen Sohn, Martin Heinrich. Das war der zweite Inhaber der Firma. Er wurde geboren am 07.09.1784 und starb am 15.04~.1832. Er wird als Kaufmann und Gastwirt in Neuhaus genannt. Martin Heinrich (Hinrich) Ulex heiratet die Witwe Sophie Eleonore Blech geb. Roes.

In dieser Ehe werden am 23.04.1814 zwei Söhne geboren, Georg Ferdinand und Hermann Heinrich. Georg Ferdinand war wie sein Vater Uhrmacher Von ihm existiert noch ein Uhrmacher-Rechnungsbuch mit sehr genauen Angaben über die von ihm reparierten Uhren. Es ist nicht bekannt, ob er verheiratet war und wann er gestorben ist.

Sein Zwillingsbruder Georg Ferdinand Ulex führte die Firma fort. Er wird als Kaufmann in Neuhaus bezeichnet. Er ist am 31.08.1851 wahrscheinlich ehe- und kinderlos gestorben.

Danach hat wahrscheinlich die Mutter der Zwillinge Sophie Eleonore Ulex geb. Roes die Firma weitergeführt. Sie hat die Firma am 10. und 16. November 1856 kurz vor ihrem Tode am 21. November 1856 mit einem »Kauf und Uberlassungs Contract« an ihren Enkel Adolph Bernhard Cronemeyer übergeben.

Und nun zum Namenswechsel von Ulex zu Cronemeyer Sophie Elenore Roes geb.17.09.1785 war zweimal verheiratet, und zwar in erster Ehe mit Gregorus Gustav Blech am 7.07.1805. Er starb am 12.07.1811. Wieviel Kinder aus dieser Ehe hervorgingen, war nicht festzustellen. Sicher ist, daß sie zusammen eine Tochter hatten, Anna Amalie Catharine Blech geb. 2.05.1806 in Neuhaus, gest. 2.07.1859 in Stade. In zweiter Ehe war Sophie Eleonore jetzt Blech mit Martin Heinrich Ulex verheiratet. Die Hochzeit war 1814. Die Tochter Anna Amalie Catharine Blech, die wahrscheinlich auch noch im Hause Ulex aufgewachsen ist, heiratete Hermann Cronemeyer, geb. 2.08.1794. Dieser Ehe entstammen 4 Kinder, eine Tochter Mathilde Cahrlotte Ariane geb. 1822, gest. 1848 und Adolph Bernhard, geb. 17.01.1829, gest. 18.03.1900. Wie schon vorher erwähnt, hat Adolph Bernhard Cronemeyer die Firma 1856 übernommen. Er war mit Metha Catharine Beyermann, Tochter eines Lohgerbers aus Neuhaus, verheiratet, geb. 1837?, gest. 1908. Er wird auch derjenige gewesen sein, welcher der Firma den bis auf den heutigen Tag gebrauchten Namen »G.F Ulex Nachfolger Neuhaus an der Oste gegründet 1795« gegeben hat. In einem Schreiben vom 14. Juni 1859 heißt es dazu:
„Seit etwa 3 Jahren habe ich das Handlungsgeschäft meiner Großmutter M. H. Ulex Wittwe, unter der Firma G. F. Ulex Nachfolger übernommen."

Durch die Heirat von Hermann Cronemeyer mit Anna Amalie Blech kommt also der Name Cronemeyer in die Firma. H. Cronemeyer hatte Jura studiert und war kurze Zeit 1835 als Advokat in Oberndorf tätig. Er wanderte dann nach Amerika aus, wo er keine Beschäftigung als Jurist fand und sich als Verkäufer von Arzneien und Tinkturen durchschlägt. In seinen Briefen bedauert er, daß er kein Handwerk erlernt hat. 1837 stirbt er in Amerika ohne seine Familie wiedergesehen zu haben.

Adolph Bernhard Cronemeyer war ein sehr unternehmungslustiger Kaufmann, der viele Geschäfte erfolgreich betrieben hat. So z.B. Branntwein- und Weinhandel, eine Zigarrenmanufaktur und eine Reederei. Er war Freimaurer und in der Gemeinde- und Reichspolitik tätig und war Mitbegründer der Neuhäuser Zeitung. Am 9.12.1862 ist A. B. Cronemeyer in den Gemeinderat gewählt worden. Er hat mit Anregungen und Vorschlägen einige neue Dinge mit auf den Weg gebracht, zum Beispiel stellte er 1869 einen Antrag , ob es nicht erforderlich und zeitgemä3 wäre, auch hier am Platze eine Sparkasse zu errichten«. Er gehörte dann auch zur Gründungskommission mit W. Runge, A. H. Glawatz und H. Lührs. Am 25. November 1869 wurde ein endgültiger Entschluß über die Errichtung einer Sparkasse in Neuhaus gefaßt. Die Einrichtung dieses Instituts zog sich noch etliche Jahre hinaus.

So wurde A. B. Cronemeyer erst am 8.06.1877 mit Diedrich Plate, J. Heinemann, H. Kay und D. Spechtmeyer in den Vorstand der Neuhäuser Sparkasse gewählt. Ein paar Tage später lehnte er diese Wahl ab. Es hatte ihn wohl die Stellung von 2.000 Mark Kaution abgeschreckt. Ein Jahr später wird er wieder in den Vorstand gewählt. Am 1.09.1892 macht Cronemeyer den Vorschlag, für den Fall, daß Cholera auftritt, das Armenhaus in Neuhaus als Cholerastation zu nutzen und die Armen solange woanders unterzubringen. 1892 wütete in Hamburg eine Choleraepedemie. Es starben dort in sechs Wochen 8.000 Menschen. In Neuhaus ist diese Krankheit anscheinend nicht zum Ausbruch gekommen.

Ab 1898 ist Cronemeyer nicht mehr im Gemeinderat. Er war aber noch im Armenhausvorstand und hat sich auch in der Köthenerei Interessentschaft eingesetzt. Diese verwaltete u. a. auch den Neuhäuser Hafen.

In der großen Politik war A. B. Cronemeyer knapp zwei Jahre tätig. In seiner politischen Einstellung war er freisinnig. Die »Deutsche Freisinnige Partei« entstand 1884 aus der Deutschen Fortschrittpartei und vertrat die Interessen des gewerblichen Mittelstandes und der Bank- und Handelskreise. Er kam als Nachfolger von Ernst von Bennigsen im Jahr 1883 für den 19. hannoverschen Wahlkreis in den Reichstag in Berlin. Aus dieser Zeit sind noch Reichstagsprotokolle vorhanden. Bei der nächsten Wahl 1884 unterlag er dem nationalliberalen Stadtdirektor Gebhardt in Bremerhaven. Stark eingesetzt hatte sich Cronemeyer auch für den Bau einer Eisenbahn zwischen Hamburg und Cuxhaven. Über diese Vorgänge gibt es noch einige Briefe. Nun zu seinen beruflichen Tätigkeiten:

Die Haupteinnahme quelle war der Branntwein- und Weinhandel. Dieses Geschäft begann 1857, ein Jahr nach der Übernahme, mit einem langen Behördenstreit. A. B. Cronemeyer wollte eine Schanklizenz von seiner Großmutter übernehmen.
„In dem befraglichen Wohnhause ist von jeher neben der darin geführten Handlung die Schankwirtschaft ausgeübt worden."
Diese wurde ihm versagt, mit der Begründung, daß es in Neuhaus schon zu viele Schankwirtschaften gab. Bereits eine, über das Bedürfnis des Publicums hinausgehende Zahl von Schankwirtschaften in Neuhaus an der Oste vorhanden ist. Zwei Tage später wird die Konzession wieder »cassiert«, das heißt eingezogen. In späteren Listen der Schankwirtschaften wird A. B. Cronemeyer nicht mehr erwähnt. Er schreibt auch, daß er die »Handlung« erweitert, und aus diesem Grund keine Verluste erlitten hatte. Wahrscheinlich war ihm diese Konzession nicht mehr so wichtig gewesen.

Cronemeyer war wie gesagt, ein sehr unternehmungslustiger Kaufmann. Sein sicherlich größtes kaufmännisches Abenteuer war der Kauf eines Schiffes. Zusammen mit zwei anderen Neuhäuser Einwohnern C. H. Meter als Kapitän, J. H. Schröder hat er diese Reederei betrieben. Es ist ein Geschäftsjournal, von Cronemeyer selbst geschrieben, erhalten. Die drei Reeder haben sich in Cuxhaven den havarierten Lugger »ST. JEAN BAPTISTE« gekauft und in Neuhaus auf der damaligen Werft Tiedemann zum Schooner umbauen lassen. Nach der Tochter von J. H. Schröder ist das Schiff JOHANNE genannt , und auch von ihr getauft worden. Die Reederei wurde von 1865 bis 1875 betrieben. Die »JOHANNE« ist am 23. Mai 1875 auf einer Bank am La Plata gestrandet. Die Reisen gingen nach Santos, Puerto Cabello (Venezuela), Ile de Re (Frankreich), Venedig, Liverpool, La Guayra (Venezuela), Montevideo, Rio Grande do Sul, Bahia und Genua. Nur eine Reise ging von der Oste aus und zwar von Schwarzenhütten nach Danzig mit 850 Fässern Zement. Mit diesem Schiff exportierte Cronemeyer auch eigene Waren, wie Zigarren und Bittern. Die JOHANNE wurde im Krieg 1870/71 von einem französischen Kanonenboot verfolgt, konnte aber nach Pernambuco (Bahia) entkommen. Durch Fiebererkrankungen sind in Südamerika insgesamt vier Mann gestorben. Im August 1872 war auch der Kapitän C. H. Meyer in Bahia am »Gallenfieber« erkrankt, war aber nach 14 Tagen wieder gesundet. Cronemeyer und der Kapitän nutzten neben Briefen auch schon moderne Nachrichtenmittel wie Telegramme.

Insgesamt ist das Geschäft mit der »JOHANNE« wohl ohne Gewinn und Verlust abgelaufen. Bei der Strandung 1875 war das Schiff mit 30.000 Mark in Hamburg versichert. Der Kapitän wird wohl auch ganz gut davon gelebt haben, wegen seiner umfangreichen Nebengeschäfte. Für Neuhaus war dieses Unternehmen sicher ein wirtschaftlicher Gewinn. Kaufleute und Handwerker haben das Schiff beliefert. Die Umbaukosten auf der Werft betrugen allein 10.000 Mark, für die damalige Zeit eine sehr große Summe.

Im Jahre l895 bestand die Firma G.E Ulex Nachfolger 100 Jahre. Wie dieses Jubiläum gefeiert wurde, ist nicht bekannt. In Neuhaus wurde in diesem Jahr über die Errichtung einer elektrischen Straßenbeleuchtung beraten, wann sie installiert wurde, ist nicht bekannt.

Im selben Jahr beschließt der Gemeinderat die Einrichtung eines Bürgerparks auf der Kälberweide. Die Planierungsarbeiten beginnen. Die Bepflanzung wird ein Jahr später geplant. 1895 wurde das Schützenfest in Neuhaus das letzte Mal im Außendeich gefeiert. Dazu aus der Festschrift des Schützenvereins von 1927:

„Von 1849-1895 wurde das Schützenfest im Außendeich gefeiert. Alte Leute behaupten, das Schützenfest im Außendeich sei schöner, idyllischer gewesen, als das Fest im Bürgerpark, und in mancher Hinsicht mögen diese Behauptungen richtig sein. Man hatte dort auf den grünen Weiden in der Nähe der Oste den erfrischenden Sommerwind, aus welcher Richtung er auch kommen mochte, aus erster Hand. Den Sonnenaufgang sah der Schützenfestbesucher, der noch über ungetrübtes Sehvermögen verfügte, in voller Pracht. Für Festbesucher, die den Ort nicht in einer Tour erreichen konnten, waren am Deich Heuhaufen zum Ausruhen aufgerichtet, und wer sich völlig matt fühlte, konnte auf solchem Lager ruhen, bis die lachende Mittagssonne ihn hochbrannte, oder der Tumult des neuen Festzuges ihn unliebsam weckte. Wer das Glück hatte, sich auf dem Fest ein Bräutchen zu erobern, der hatte auf dem langen Heimweg Raum und Zeit genug, Gedankenblitze und andere Herzerquickungen mit dem Liebchen auszutauschen."

Im Jahre 1897 ereilte Cronemeyer ein schwerer Schicksalsschlag. Seine beiden Söhne Gustav Adolph und Johann Ferdinand; die beide in der Firma tätig waren, starben innerhalb von 6 Wochen. Damit hatte er keine direkten Nachfolger mehr für seine Firma. Adolph Bernhard Cronemeyer starb am 18.03.1900. Seine Schwiegertochter Wilhelmine geb. Heineke, übernahm die Geschäfte der Firma. Der Vertrieb wurde an Handelsvertreter übergeben, erwies sich aber nicht als besonders lukrativ. Wilhelmine hat bis 1942 gelebt. Ihre Tochter Marie hat im Geschäft und Laden mitgearbeitet.

1920 hat Else Cronemeyer, die älteste Tochter von Wilhelmine, den Bankprokuristen Georg Schlichting geheiratet. Georg Schlichting hat die Firma am 1.11.1927 übernommen, jetzt mit dem Zusatz » Inhaber Georg Schlichting «. Er baute die Firma trotz wirtschaftlicher Krisenzeiten, zu einem gesunden Unternehmen auf. Der Vater von Georg, August Schlichting war lange Jahre Bürgermeister in Neuhaus. 1952 feierte Georg Schlichting sein » silbernes Geschäftsjubiläum «. Dazu erschienen auch Beiträge in der Heimatzeitung.

Als Mitarbeiter und Nachfolger von Georg Schlichting war der 2. Sohn Hans Jürgen Schlichting vorgesehen. Nach einer Destillateurlehre in Neumünster, kam für ihn der Kriegseinsatz. Er kehrte nicht zurück und gilt bis heute als vermißt.

Nach der Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft arbeitete Kurt Schlichting, der dritte Sohn von Georg in der Firma. Am l. Januar 1966 übernahm Kurt Schlichting dann die Firma. Keine leichte Aufgabe, denn in den Zeiten ständiger Monopolisierung und Firmenkonzentrationen war es sicher schwer, den Spezialitätengroßhandel zu erhalten.

Im 2. Weltkrieg ist der Kolonialwarenladen geschlossen worden. Danach wurde der Laden an den Milchhändler Skowron verpachtet.

Im August 1981 ist in dem ehemaligen Milchladen daß »Café Alt Neuhaus« eröffnet worden. Dieser Geschäftszweig existiert jetzt zum 200jährigen Firmenjubiläum auch schon wieder 14 Jahre und wird mit großem Eifer von Olaf, Kurt Schlichtings Sohn betrieben. Mit seinem unermüdlichen persönlichen Einsatz für den Betrieb, hat Kurt Schlichting die Firma bis heute und für den nächsten Nachfolger Olaf Schlichting erhalten können. Olaf ist der zweite Sohn der Familie. Er hat in Hamburg eine Lehre als Destillateur mit sehr gutem Erfolg abgeschlossen.

Kurt Schlichting verstarb im 200 Jubiläumsjahr an den Folgen eines Herzinfarktes.

Die Firma G. F. Ulex Nachfolger A. B. Cronemeyer ist auch nach 200 Jahren ein Familienunternehmen.

Familie und Angestellte der Fa. G.F. Ulex Nachfolger 1907
Spirituosenherstellung 1907
Festumzug
Neuhaus Ostener Zeitung v 1881, Zigarren Werbung der Fa. G.F. Ulex Nachfolger
Neuhaus Ostener Zeitung v 1881

Original Zeitung v.1881 bei Renovierungsarbeiten entdeckt